Diakonie fordert faire Asylverfahren

27. September 2002, 10:54
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Asylanten auf der Straße haben keine Adresse - nicht einmal ein Bescheid könnte zugestellt werden

Wien - Ein faires Asylverfahren für Flüchtlinge forderte der Direktor der Diakonie, Michael Chalupka, Donnerstag abend in der "ZIB 2". Es könne nicht sein, dass Menschen einfach auf die Straße gestellt werden. "Es braucht ein Verfahren. Wenn der Innenminister uns auffordert, die Leute nach Hause zu begleiten, muss man die Leute zumindest vorher verpflegen und unterbringen. Wir können nicht die Leute von der Straße zusammenfangen und sie beraten", so Chalupka.

Wenn Asylanten auf der Straße seien, keine Adresse haben, dann könne ja nicht einmal ein Bescheid zugestellt werden. Der Flüchtlingsstrom sei derzeit sehr groß. Es sei ein "täglicher Kampf", die Menschen unterzubringen. Man habe keine Quartiere mehr, kein Geld, auch in den Pfarrgemeinden sei alles belegt. Chalupka richtete den "dringenden Appell" an Bund und Länder, ihre Verantwortung wahrzunehmen. (APA)

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