Britische Regierung erhebt erneut schwere Vorwürfe gegen Bagdad

26. September 2002, 20:52
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Straw: Menschenrechts-Lage im Irak "die Schlimmste der Welt"

London - Die britische Regierung hat dem Irak schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. In dem Land herrsche "wahrscheinlich die schlimmste Menschenrechtssituation der ganzen Welt", sagte Außenminister Jack Straw in London bei der Vorstellung des Jahresberichts zur weltweiten Situation der Menschenrechte.

Menschen würden in Irak "systematisch und weit verbreitet" misshandelt. Dazu zählten "willkürliche Festnahmen und Inhaftierungen, Folter, unmenschliche und herabwürdige Behandlung, Hinrichtungen ohne Urteil". Menschen verschwänden ohne Erklärung oder würden auf Grund ihrer ethnischen Zugehörigkeit zwangsumgesiedelt.

Straw hob Berichte über die Hinrichtung zahlreicher Frauen hervor, denen Prostitution vorgeworfen wurde. Der Irak hatte in diesem Februar erstmals nach zehn Jahren einen Menschenrechts-Beauftragen der UNO ins Land gelassen. (APA/AFP)

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    Jack Straw.

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