Integration alter und neuer Netze schwierig

26. September 2002, 19:00
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Dienste sollen europaweit verfügbar sein

"No comment, das sind nur Gerüchte", sagte Harri Koponen, Chef des finnischen Netzwerkbetreibers Sonera auf die Frage, ob die Fertigstellung des UMTS-Netzes in Finnland verschoben werden müsse. Allerdings sei die Integration der Netze der zweiten und dritten Generation nicht einfach. Es gehe darum, dass die Dienste überall auf allen Endgeräten verfügbar seien: Dienste für bestehende GSM-Netze; solche, die in beiden Netzen laufen und die künftigen reinen UMTS-Services. Der kommerzielle Launch sei für 2003 geplant, UMTS werde aber erst 2004 bis 2005 einen Massenmarkt erreichen.

Jede finnische Adresse kann auf einem Plan lokalisiert werden

Bei der Vorstellung des neuen Image Phones 6650 von Nokia führte Koponen ein Telefonat im UMTS-Netz von Helsinki, das seit einiger Zeit im Testbetrieb läuft. Die Dienste, die Sonera für den UMTS-Markt in Finnland vorstellte, sind für Geschäftskunden ebenso wie für Private. Da ist beispielsweise ein Finder genannter Dienst, eine Art Telefonbuch, das zusätzliche Informationen wie Öffnungszeiten liefert. Jede finnische Adresse kann auf einem Plan lokalisiert werden. Bei den vorgestellten Spielen können mehrere Handybesitzer, bis zu 20, gegeneinander antreten. Auch soll es Fernsehen mit Nachrichten und Sportinformationen geben.

Große Hoffnungen setzt der Telekomkonzern in das "International Roaming". Bei UMTS bedeutet dies, dass die multimedialen Dienste quer durch Europa abgerufen werden können. (ruz, DER STANDARD, Printausgabe, 27. September 2002)

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