Gewohnt plüschige Hülle, neuer Inhalt

8. Oktober 2002, 19:27
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Aus dem Programm des Stadtpark-Zeltes: Schlingensief liest aus dem "Kuhlbrodtbuch"

Das Viennale-Zelt im Stadtpark mit seiner an David Lynchs Vorliebe für dunkelrote Samtvorhänge erinnernden wellenförmigen Wandstruktur wird als rundum geschätzter Kommunikationsort auch 2002 wieder an den Eingang zum Stadtpark vis-à-vis des Museums für Angewandte Kunst gepflanzt.

Aus dem dieses Jahr reicheren Zeltprogramm sei ein kurzweiliger Punkt vorab bekannt gegeben: Christoph Schlingensief, der in Wien ja wohl bekannte/ geliebte/ gehasste/ verrufene "Theaterprovokateur" (Nachrichtenagenturen-Jargon), wird am 22. Oktober ab halb elf Uhr abends aus dem im Berliner Verbrecher Verlag kürzlich erschienenen "Kuhlbrodtbuch" vorlesen.

Aus Texten eines Freundes - und eines Viennale-Stammgastes: Dietrich Kuhlbrodt, charismatischer Hamburger Staatsanwalt im Ruhestand, eloquenter Filmkritiker und – last but not least – nicht unerfolgreicher Theater- und Filmschauspieler, ist seit Jahren umtriebiger Festival-Besucher. Vielen könnte er auch von Schlingensiefs legendärer Container-Aktion der Wiener Festwochen 2000 ein Begriff sein, bei der er u.a. als "Überbringer guter Nachrichten aus Hamburg" mitwirkte. (Viennale/red)

  • Das Zelt, in dem es immer zwei Uhr morgens ist
    foto: viennale

    Das Zelt, in dem es immer zwei Uhr morgens ist

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