Viel Neues in der Eishockeyliga

26. September 2002, 17:16
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Ohne Hauptsponsor, dafür mir Rückkehrer Feldkirch, einem ausgeglichenem Feld und einem Modus - Als Favoriten starten die Black Wings, der VSV und der KAC

Wien - Mit namhaften Heimkehrern, aber ohne Hauptsponsor startet in einer Woche die Österreichische Eishockey-Liga (ÖEL). Nach zweijähriger Pause kehrt die langjährige Hochburg Feldkirch mit dem Verein EC Supergau und Stars wie Lavoie und Wheeldon in die höchste Spielklasse zurück, die nach dem Ausstieg von Kapfenberg und Zell/See mit acht Vereinen ausgetragen wird. Als Favoriten gehen Titelverteidiger VSV, Rekordmeister KAC und Vize-Meister Black Wings Linz, der am Donnerstag (19:30/live Premiere) zum Auftakt bei Feldkirch gastiert, in die Saison.

Start ohne Hauptsponsor

Nach der turbulenten Sommerpause mit dem Abschied von Hauptsponsor Uniqa, dem freiwilligen Abstieg von Kapfenberg und Zell/See sowie dem angedrohten Ausstieg von Graz und Lustenau soll ab Donnerstag wieder der Puck im Mittelpunkt des Interesses sein. "Ich bin überzeugt, dass wir uns auf eine spannende Meisterschaft einstellen können. Ich hoffe, dass die acht Vereine auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis stehen. Die Vereine haben gewusst, dass wir ohne Hauptsponsor in die Saison gehen und haben entsprechend ihr Budget erstellen können", erklärte Verbandspräsident Dieter Kalt. Marketingleiter Christian Feichtinger wollte ursprünglich bei einer Pressekonferenz am Donnerstag den neuen Partner vorstellen, "aber so weit sind wir noch nicht."

35 Live-Spiele auf Premiere

Premiere ist der Liga dagegen erhalten geblieben. Der Pay-TV-Sender überträgt pro Woche ein Spiel und im Playoff pro Spieltag eine Partie. Macht 35 Live-Spiele, die vielleicht bald von mehr Fans verfolgt werden können. Denn Premiere, das am 26. Oktober mit Premiere Austria startet, ist in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Kabelnetz-Betreibern und hofft, bald die Reichweite in Österreich von 750.000 auf 1,5 Mio. Haushalte verdoppeln zu können.

Feldkirch wieder im Spiel

Für Spannung sollte gesorgt sein, die Herausforderer der drei Top-Teams haben sich viel vorgenommen. Feldkirch holte einige jener Stars zurück, mit denen die Vorarlberger im Jänner 1998 sensationell die European Hockey League gewonnen haben. "Wir haben uns als Aufsteiger ein großes Ziel gesetzt, wollen unter die ersten Vier", erklärte Urgestein Fritz Ganster.

Eishockey statt Fußball in Innsbruck

Innsbruck verpflichtete u.a. die Teamspieler Andreas Pusnik und Martin Hohenberger und will nach Aussage von Verteidiger Peter Kasper "das Loch füllen, das der Fußball hinterlassen hat". Die Graz 99ers und EHC Lustenau sollten ebenfalls einen Schritt nach vor gemacht haben. Die Vienna Capitals haben sich wieder den Halbfinal-Einzug zum Ziel gesetzt. "Wir wollen die Leistungen vom Vorjahr bestätigen, aber es wird schwieriger, weil alle näher zusammen gerückt sind", erklärte Trainer Kurt Harand.

Drei Grunddurchgänge

Die Meisterschaft wird zunächst in drei Grunddurchgängen (3. Oktober bis 9. März) ausgetragen, wobei nach dem ersten die Punkte geteilt werden. Viertelfinale (11.-21. März), Halbfinale (23. März bis 1. April) sowie Finale (4. bis maximal 13. April) werden im "best of five"-Modus ausgetragen. Die beiden Kärntner Traditionsklubs KAC und VSV dürfen jeweils drei Transferkartenspieler einsetzen, die anderen Vereine vier.(APA)

  • Eine Szene aus dem Fianle des Vorjahrs: Robert Lukas von den Black Wings (links) im Zweikampf mit Martin Pewal vom VSV.

    Eine Szene aus dem Fianle des Vorjahrs: Robert Lukas von den Black Wings (links) im Zweikampf mit Martin Pewal vom VSV.

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