Ermittlung gegen bayerischen Bürgermeister wegen Kinderpornos

26. September 2002, 15:20
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Razzia bei 18 Verdächtigen in Ostbayern - 17-Jähriger Bürgermeistersohn aus der Oberpfalz unter Verdacht

Nach der deutschlandweiten Razzia gegen Kinderpornografie im Internet ermittelt die bayerische Polizei auch gegen einen Bürgermeister der Oberpfälzer Gemeinde Falkenstein und dessen 17-jährigen Sohn. Ein Regensburger Staatsanwalt bestätigte am Donnerstag entsprechende Presseberichte.

Aktion "Pecunia"

Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit der vom deutschen Bundeskriminalamt koordinierten Aktion "Pecunia", in deren Rahmen vom 16. bis zum 20. September die Wohnungen von 1.400 Personen in Deutschland durchsucht wurden.

Sohn in Schutz genommen

Die "Mittelbayerische Zeitung" berichtete am Donnerstag, dass der Bürgermeister von Falkenstein offenbar seinen Sohn zu schützen versuche. Dem Blatt zufolge hat der Vater seinen Sohn beim Herunterladen von pornografischem Material erwischt. Der 52-Jährige soll die CDs daraufhin an sich genommen haben.

Einschlägiges Material entdeckt

Der Staatsanwalt bestätigte, dass fünf CDs im Handkoffer des Bürgermeisters und drei Computer sichergestellt wurden. Auf einem privaten Computer seien einschlägige Bilder entdeckt worden. "Der Bürgermeister wurde bereits vernommen, der Sohn will sich nur über seinen Anwalt äußern", sagte der Staatsanwalt.(APA/AP)

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