Trend zu Reiseversicherungen steigt

27. September 2002, 22:25
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Immer mehr Reisende setzen vor Antritt der "großen Fahrt" auf Versicherungsschutz - Schadensfälle nehmen zu

Wien - Rund 50 Prozent der Reisenden besorgen sich in Österreich vor Antritt der Reise irgendeinen Versicherungsschutz. Die Tendenz ist steigend, in Skandinavien sind es allerdings bereits mehr als 80 Prozent. Dies stellte Dr. Martin Sturzlbaum, Sprecher des Vorstandes der Europäischen Reiseversicherung, bei einer Pressekonferenz fest.

Mehr Fernreisen, mehr exotische Destinationen, mehr Trekking- und Motorrad-Reisen sowie eine Veränderung der Altersstruktur der Touristen bringen offenbar auch einen Mehrbedarf an Versicherungsleistungen mit sich.

Im Zeitraum Jänner bis August 2002 haben die Schadensfälle - so die Europäische Reiseversicherung - im medizinischen Bereich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahr um sieben Prozent zugenommen. Bei den Notfällen betrug der Anstieg allerdings 42 Prozent.

Insgesamt liege der Schadensaufwand leicht über dem Vorjahr, so Sturzlbaum. Bei den Reisestornos sei das Niveau nach wie vor hoch. Dazu beigetragen hätte auch die Hochwasserkatastrophe, die eine kleine Stornowelle zur Folge hatte und für die "Europäische" - mit einem Marktanteil von 60 Prozent der größte österreichische Reiseversicherer - einen zusätzlichen Aufwand von rund 80.000 Euro verursachte. (APA/red)

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