Ambulanzgebühr: Grüne prophezeien "Verwaltungschaos" durch neue Version

26. September 2002, 14:47
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Grünewald gegen Köck-Vorschlag für Selbstbehalt

Wien - Auch für die Neuregelung der Ambulanzgebühr hagelt es von Seiten der Grünen Kritik. Gesundheitssprecher Kurt Grünewald prophezeit den Regelungen in einer Aussendung am Donnerstag "Unadministrierbarkeit", die in einem "Verwaltungschaos" enden werde.

Die sozialen Ungerechtigkeiten blieben bestehen, auch wenn die Regierung versuche "den unsozialen Pfusch mit immer neuen Ausnahmeregelungen zu korrigieren", so Grünewald. Es würden "bald ganze Heerscharen von Beamten damit beschäftigt sein, die berechtigten Einsprüche der Patienten" zu bearbeiten, meinte Grünewald.

Der vom Gesundheitsökonomen Christian Köck vorgeschlagenen 1000 Euro-Selbstbehalt ist für Grünewald "gesundheitspolitisch und sozial höchst fragwürdig". Der Vorschlag würde "den Druck auf niedrige Einkommensschichten erhöhen" und dem "Solidaritätsgedanken" widersprechen. (APA)

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