Reichhold gibt 15 Prozent als Wahlziel aus

26. September 2002, 14:28
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Skepsis gegenüber Eurofighter-Kauf

Wien - Keine besonders hohe Latte legt sich der neue FPÖ-Obmann Mathias Reichhold als Wahlziel. "Wir liegen zur Zeit bei zehn Prozent. Wenn wir 15 Prozent plus erreichen, wäre ich zufrieden. Das ist mein Wahlziel", sagte Reichhold in einem Interview mit dem am Freitag erscheinenden Nachrichtenmagazin "Format". Beim Eurofighter-Kauf gibt er sich skeptisch. Man müsse sehen, "ob dieses Projekt überhaupt noch durchsetzbar ist".

Wenn die FPÖ nur zwölf Prozent erreicht, will Reichhold wieder in die Opposition gehen. "Das wäre zu wenig. Wenn wir nur zwölf Prozent erreichen, haben wir nichts in einer Regierung verloren", so Reichhold. Die FPÖ gebe "sicher keinen willfährigen Steigbügelhalter für die ÖVP ab". Auf die Frage, ob er bei Nichterreichen des Wahlziels zurücktreten werde, sagte Reichhold nur: "Diese Frage stellt sich jetzt nicht."

Beim Abfangjäger-Kauf deutet er zumindest indirekt ein mögliches Storno an. "Die politische Meinung in Österreich ist eindeutig gegen den Ankauf. Es ist auf Dauer unmöglich, gegen die Meinung der Bevölkerung zu handeln", sagte der FP-Obmann.

Zur FP-Wahlkampagne sagte Reichhold: "Mit mir gibt es sicher keinen Ausländer-raus Wahlkampf, auch keine Kampagne, die dumpfe Ressentiments weckt." Wichtig sei aber die Asylfrage und Verbesserungen beim Integrationsvertrag zu diskutieren. (APA)

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