Jobangebot für sehbehinderte Juristin aus Kärnten

27. September 2002, 16:29
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Mangels "körperlicher Eignung" gab es in Graz keine Zulassung zur Übernahmeprüfung als Richterin - Das Land Kärnten will Voraussetzungen schaffen

Klagenfurt - Der Fall einer sehbehinderten Juristin aus Kärnten, der in Graz das Antreten zur Übernahmeprüfung als Richterin untersagt wurde, löste auch in Kärnten Reaktionen aus. Landeshauptmann Jörg Haider bot Andrea Zweibrot an, im Landesdienst tätig zu werden.

Die Juristin könne vorerst in der Rechtsdokumentation und bei der Entwicklung der tragenden Leitsätze für die Urteils- und Entscheidungsfindung im Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) mitarbeiten. In den nächsten Jahren hätte sie dann die Möglichkeit, die Verwaltungsprüfung anlegen. Damit wären dann die Voraussetzungen geschaffen, dass Zweibrot in voller Richterfunktion bei Verfahren mitwirken könne.

Das Oberlandesgericht Graz hatte Zweibrot mangels "körperlicher Eignung" die Karriere als Richterin versagt. (APA)

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