One erklärt, "warum wir eine UMTS-Lizenz gekauft haben"

27. September 2002, 08:53
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Always on: Angewandte Visionen zur Zukunft des mobilen Datentransfers

"Wissen, warum wir eine UMTS-Lizenz gekauft haben" (Florian Pollack, Head of Mobile Living), wollte der österreichische Mobilfunkbetreiber Connect Austria ("One"), und ließ daher in einem Kooperationsprojekt mit der Universität für angewandte Kunst in Wien Studenten kreative Ideen und Designs für die Zukunft des mobilen Datentransfers entwickeln. Heute, Donnerstag, und morgen werden im project space der Kunsthalle Wien ausgewählte Visionen zur "angewandten Zukunft" in einer Welt präsentiert, in der man "Always on" ist.

Förderung der innerfamiliären Kommunikation

Der virtuelle "[MT] Mittagstisch" zur Förderung der innerfamiliären Kommunikation oder mobile Angebote für die Kids von morgen zeigen, dass "an der Angewandten exzellente junge Leute professionelle Arbeit, die sehr weit in die Zukunft reicht, leisten können", so Rektor Gerald Bast. "Von vielen wird das, was an Kunstuniversitäten passiert, als abgehoben von der gesellschaftlichen Realität bezeichnet. Genau das Gegenteil wird hier bewiesen", meinte Bast weiter. Aufgabe von Mobilfunkbetreibern sei, "Technologien mit Leben zu füllen", sagte One-Marketing-Geschäftsführer Christian Czech. Obwohl manche der von den Studenten geborenen Ideen "auf den ersten Blick verrückt" erscheinen, "werden wir einige davon aufgreifen".

Bereichen "Family", "Kids" und "Business"

Die präsentierten Visionen aus den drei Bereichen "Family", "Kids" und "Business" beinhalteten teils Technologien, die bereits am Markt sind, wie die "ONEcallcard", eine Art aufklappbare Visitenkarte mit eingebautem Einweg-Handy, über das man Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder schnellen (Gratis-)Kontakt mit dem Kartenausgeber herstellen können soll. Bei anderen Ideen könne erst ab etwa 2004 bis 2007 mit einer Verwirklichung gerechnet werden.

"Mittagstisch"

Die Projektmitglieder im Bereich "Family" wollen mit ihrem virtuellen "Mittagstisch" auf die Mobilität und Dezentralität heutiger Familien reagieren. Ein Handy-ähnliches Aufnahme- und Wiedergabesystem nimmt ständig automatisch Momentaufnahmen aus dem Alltag jedes Familienmitglieds auf. Diese Bild- und Tonhäppchen können von der übrigen Familie über eine virtuelle Plattform abgerufen werden – entweder über ihr eigenes "Mittagstisch"-Gerät oder auf innovativere Weisen: Omas Einladung zum sonntäglichen Essen würde beispielsweise als Kurznachricht auf den Toast gebrannt werden, der Wohnzimmerteppich könnte als Bildschirm ebenso zum Einblick in das Leben der anderen Familienmitglieder verwendet werden wie das Tischtuch. Beim Mittagsschläfchen auf einem speziellen Polster könnte man zu hören bekommen, was Oma gestern zur Katze gesagt hat, schilderte Gerhard Schwoiger, einer der Projektentwickler, die schöne neue Familienwelt von morgen.

"Combiner"

Die "Kids"-Gruppe will "die Computerkids wieder auf die Straße holen". Die soziale Lebenswelt der Kinder soll in "Community-orientierten Services" mobil vernetzt werden. Die Nachfolger der derzeitigen Handys werden in dieser Vision zu "Combiners", das sind mobile Endgeräte, die aus frei kombinierbaren Modulen je nach Lust, Laune und Bedarf zusammengestellt werden können. An einer der Ideen aus diesem Projekt werde bei One bereits für die mittelfristige Zukunft gearbeitet, so Czech: In Zukunft sollen Kurznachrichten für bestimmte Personen an jedem Ort zurückgelassen werden können, die dann auf dem "Combiner" der Zielperson erscheinen, wenn diese denselben Ort betritt.

Flat

Diese vielfältigen Anwendungen des mobilen Datantransfers können "nur über eine Flat Fee – in welcher Form auch immer – verrechnet werden", meinte Czech auf die Frage nach der Leistbarkeit dieser Ideen. Die Kooperation mit der Angewandten will One auch in Zukunft fortsetzen.(APA)

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