Immofinanz weiter auf Wachstumskurs

26. September 2002, 14:05
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Ergebnis durch Abschreibungen und Wechselkurskosten gedrückt

Wien - Die börsenotierte Immofinanz Immobilien Anlagen AG, Wien, hat im Geschäftsjahr 2001/02 (per 30. April) ein Konzernergebnis von 6,39 Mill. Euro erzielt nach 4,92 Mill. Euro im Geschäftsjahr davor. Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) fiel mit 16,5 nach 18,8 Mill. Euro geringer aus als im Jahr davor, ebenso der Gewinn je Aktie, der 6 nach 7 Cent ausmachte. Die Immofinanz habe an die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre angeschlossen, sagte Vorstandsvorsitzender Karl Pertrikovics bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Wien.

Mehr Umsatz

Der Umsatz steigerte sich um 22 Prozent auf 60,8 (2000/01: 49,9) Mill. Euro, während die Nutzfläche der insgesamt 115 (80) Objekte auf 1,003.100 (695.853) Quadratmeter anwuchs. Der Verkehrswert der Immobilien wuchs von 815,3 auf 1.085,4 Mill. Euro an. Das Umsatzplus erklärt sich aus dem starken Anstieg des Immobilienvermögens, während sich Kosten aus Wechselkursveränderungen - insbesondere im Schweizer Franken - sowie außerplanmäßige Abschreibungen ergebnisdämpfend ausgewirkt hätten, sagte Petrikovics.

Keine Eintagsfliege

Auf Sicht von einem Jahr habe die Immofinanz nach Steuern eine Rendite von 8,23 Prozent per annum (p.a.) erzielt. Dass das keine Eintagsfliege sei, beweise ein Blick auf die Renditeentwicklung der vergangenen Jahre, sagte Petrikovics: Über drei Jahre erzielte die Immofinanz eine Rendite von 9,32 Prozent, über fünf Jahre 8,31 und über zehn Jahre 7,52 Prozent.

Zukäufe

Im laufenden Geschäftsjahr will die Immofinanz ihren soliden Wachstumskurs fortsetzen: Die Zahl der Eigenobjekte soll von derzeit 105 auf 130 erhöht werden, samt 17 weiteren in Konzernbeteiligungen verfügt die Immofinanz dann über insgesamt 147 Objekte. Die gesamte Nutzfläche soll auf 1,182.580 (derzeit: 1,003.100) Quadratmeter wachsen, der Vermietungsgrad geringfügig auf 96,9 (96,7) Prozent. In der Folge soll der Umsatz wie im abgelaufenen Jahr neuerlich um 22 Prozent auf 74,3 (60,8) Mill. Euro zulegen. In Schilling-Rechnung bedeute das "das nachhaltige Überspringen der Milliarden-Grenze", sagte Petrikovics. Von der Nutzung sind derzeit knapp 36 Prozent der Immofinanz-Flächen Büros, 27 Prozent Wipark-Garagen und Pkw-Stellplätze, 14 Prozent Wohnungen, 8,4 Prozent Gewerbe- und 8,2 Prozent Geschäftsflächen. Die restlichen 5,9 Prozent entfallen auf den Bereich Freizeit/Hotel. Die Mieteinnahmen stammen zu 41 Prozent aus Büroflächen, 23 Prozent kommen aus der Garagierung, 20 Prozent aus Geschäfts- oder Gewerbeflächen. 8,8 Prozent kommen aus Freizeit/Hotel, Wohnflächen steuern nur 5,4 Prozent der Miteinnahmen bei.

Wohnungs-Anteil aufgestockt

Schrittweise hat die Immofinanz in den vergangenen Jahren den Anteil an Wohnungen aufgestockt. Dieser Bereich sei in den vergangenen Jahren sicher unter Wert geschlagen worden, sagte Petrikovics. Das "von der Rendite her hochinteressante und sichere" Garagengeschäft eigne sich zum Ausgleich des schwankenden Bürogeschäftes.

Die Immofinanz-Aktie habe sich in den turbulenten Zeiten an der Börse als "sicherer Hafen mit wenig Fantasie" erwiesen, die aber eine gut nach unten abgesicherte Rendite aufweise, sagte Petrikovics. Dank der relativ hohen Umsätze sei die Aktie liquide genug, um jederzeit verkauft werden zu können. Vom Jänner bis Ende August d.J. verzeichnete das Papier einen Umsatz von mehr als 157 Mill. Euro - und damit eine größere Liquidität als Werte wie AUA, BBAG, RHI oder Generali. Die Immofinanz ist mit einer Börsenkapitalisierung von 869,2 Mill. Euro die größte börsenotierte Immobiliengesellschaft Österreichs. (APA)

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