Massiver Stellenabbaubei Dresdner Bank

26. September 2002, 14:25
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Insgesamt entfallen bis zu 11.000 Jobs

Frankfurt - Die Dresdner Bank will mit einem massiven Stellenabbau wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Im Rahmen eines am Donnerstag in Frankfurt am Main vorgestellten erweiterten Kostensenkungsprogramms streicht die Allianz-Tochter vor allem in der Investment-Sparte Jobs. Bei der Unternehmenstochter Dresdner Kleinwort Wasserstein (DKW) sollen demnach bis zu 1.200 Stellen gestrichen werden. Im Zuge des bereits Anfang August in seinen Grundzügen vorgestellten Programms sollen bis zu 3.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Insgesamt plant das Geldhaus damit den Abbau von bis zu 11.000 Stellen.

Rote Zahlen

Die bisherigen Schritte hätten nicht ausgereicht, begründete Dresdner-Bank-Chef Bernd Fahrholz vor Journalisten die weiteren Stellenstreichungen. Der Rückgang bei Umsatz und Erträgen habe damit nicht kompensiert werden können. Die Bank schreibt seit dem zweiten Quartal 2001 beim operativen Ergebnis rote Zahlen. "Das kann nicht hingenommen werden", betonte Fahrholz. Die Dresdner Bank strebt daher unter anderem an, den Verwaltungsaufwand bis Ende 2003 auf 6,5 Mrd. Euro zu reduzieren. Im vergangenen Jahr lag dieser bei 8,7 Mrd. Euro.

Filialschließungen

Die Dresdner Bank hatte bereits vor zwei Jahren begonnen, durch Filialschließungen und Personalabbau Kosten einzusparen. Mit den bereits laufenden Maßnahmen sowie der nun vorgestellten neuen Initiative sollen die Kosten insgesamt um zwei Mrd. Euro gesenkt werden. Mit den jüngsten Programm sollen dabei 700 Mill. Euro eingespart werden. Im Rahmen der bereits vorher eingeleitenen Maßnahmen wurden laut Fahrholz bereits 300 Geschäftsstellen geschlossen sowie 5.600 Stellen abgebaut. (APA)

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