NTT DoCoMo: Weitere Wertberichtigung bei Auslandsbeteiligungen

26. September 2002, 10:53
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Abschreibungen von 4,15 Milliarden Euro nötig

Der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo muss seine Auslandsbeteiligungen erneut wertberichtigen. Laut Berichten der Wirtschaftszeitung "Nihon Keizei" müssen "bis zu 500 Mrd. Yen" (4,15 Mrd. Euro) als Wertverlust bei Investments in Übersee abgeschrieben werden. Das Unternehmen habe allerdings noch nicht entschieden, ob die Wertberichtigung in der Bilanzvorlage für das erste Geschäftshalbjahr per 30. September 2002 verbucht wird, hieß es in einer Aussendung. Sorgenkind Nummer eins sei dabei AT&T Wireless. DoCoMo hatte ein 16-prozentiges Aktienpaket zu einem Preis von 23,50 Dollar je Aktie erworben. Nun notiert die Aktie bereits unter der fünf-Dollar-Marke.

Sorgenkind Nummer eins AT&T Wireless

Nach einem ersten Kurssturz auf 10,50 Dollar habe DoCoMo bereits einen Sonderverlust über 505,62 Mrd. Yen (4,2 Mrd. Euro) im vergangenen Geschäftsjahr ausweisen müssen. Aufgrund der Tatsache, dass der Kurs der ATT-Wireless-Aktie unter fünf Dollar gefallen ist, sind weitere Abschreibungen in Höhe von 360 Mrd. Yen (2,99 Mrd. Euro) fällig. Auch in den weiteren Auslandsbeteiligungen wie Hutchison 3G und der holländischen KPN Mobile, welche die deutsche E-Plus betreut, werden Verluste erwartet. DoCoMo müsse nun den Geschäftsverlauf, die Kursbewegungen bei Aktien von Partnern im Ausland und andere Faktoren abwarten und dann entscheiden, ob die Abschreibungen bereits jetzt verbucht werden. Nach Analystenmeinung könne DoCoMo mit der Verbuchung von Wertberichtigungen aber auch bis zum Mai nächsten Jahres warten.

Investitionsverlust von fast 7 Milliarden Euro

DoCoMo hatte im Geschäftsjahr 2001/02 allein durch die Expansion seiner i-Mode-Technologien einen Investitionsverlust außerhalb Japans von 6,95 Mrd. Euro verbucht. Damit sei die Wertbereinigung fürs erste erledigt und im laufenden Geschäftsjahr erwartet man keine außerordentlichen Verluste aus diesem Bereich, meinte CEO Keiji Tachikawa damals. DoCoMo hatte das vergangene Jahr entgegen allen Erwartungen doch noch mit einem Gewinn in der Höhe von 7,4 Mio. Euro beendet.(pte)

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