Ohrläppchen Dehnen als neuester Trend

26. September 2002, 11:43
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Lange Ohrläppchen gelten bei vielen Naturvölkern schon lange als schick - nun macht der Schmuck in Europa Furore

Köln - Piercing-Liebhaber entdecken eine alte Tradition der Urvölker Asiens und Afrikas - das so genannte Ohrläppchen Dehnen. Dazu die Mitarbeiterin eines Kölner Piercing-Studios: "Dabei wird das Ohrläppchen alle vier Wochen um 0,5 Millimeter geweitet". Das Loch könnte bis zu zehn Millimeter geweitet werden, schließlich zeige in Burma die Größe des Rings, wie reich und angesehen sein Träger ist.

Am Anfang wird das Ohr mit einem Ring gepierct, der eine Größe von zwei bis 2,4 Millimeter besitzt. Nach der Heilung beginnt der Dehnungsvorgang, bei dem spezielle, Nadeln verwendet durch das Ohrloch geschoben werden. Am Ende der Nadel ist eine Öffnung, in die der neue Schmuck eingesetzt wird. Damit das Ohrgewebe nicht reißt, wird der Schmuckradius von mal zu mal um ein Millimeter vergrößert. Nach der Entfernung des Schmucks zieht sich das erweitere Ohrloch nur noch begrenzt wieder zusammen; abhängig von der Größe der Dehnung.

Wer aber nicht solange warten will, für den geht es schneller: Sie/er kann sich den Ring auch nach dem Prinzip eines Lochers "schnell und schmerzvoll punchen lassen", so die Piercerin. (APA/dpa)

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