Gesundheitsökonom Köck für generellen Selbstbehalt

26. September 2002, 10:43
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Gebühr "patschert" eingeführt und halbherzig umgesetzt

Wien - In der Diskussion um die Ambulanzgebühr hat am Donnerstag der Gesundheitsökonom Christian Köck einen generellen Selbstbehalt für alle Patienten gefordert, wie er etwa für die Beamten schon gilt. Im Radio-"Morgenjournal" plädierte Köck für eine "prozentuelle Kostenübernahme" bis zu einem Maximalbetrag, wobei er sich 1.000 Euro pro Jahr vorstellen kann. Ausgenommen sollten chronisch Kranke und Bezieher von Mindesteinkommen sein.

Die Ambulanzgebühr selbst ist für Köck als Form des Selbstbehaltes grundsätzlich richtig, sie sei aber "patschert" eingeführt und nur halbherzig ungesetzt worden. Es gehe dabei um den Lenkungseffekt und die Verringerung überflüssiger Leistungen. Eine Aufrechnung der Verwaltungskosten gegen die Einnahmen sei unzulässig. Die "positiven Kosteneffekte" seien größer als die Einnahmen, weil Einsparungen auch dadurch entstünden, dass Patienten von den Ambulanzen zu den niedergelassenen Ärzten umgeleitet würden. (APA)

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    LIF-Bundessprecher und Gesundheitsökonom Christian Köck

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