Karibik: Drei Wirbelstürme zugleich aktiv

27. September 2002, 07:36
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Tote, Chaos und Überschwemmungen an der US-Golfküste, in Mexiko und südlich der Bermuda-Inseln - 13 Hurrikantote in Mexiko

New Orleans/Mexiko-Stadt - Der Wirbelsturm "Isidore" hat an der Golfküste im Süden der USA Überschwemmungen verursacht und die Öl- und Gasproduktion in der Region behindert. Teile von New Orleans und des Bundesstaates Louisiana standen am Donnerstag unter Wasser. Zahlreiche Ölraffinerien hatten zuvor ihre Produktion eingeschränkt, während im westlichen Golf von Mexiko die Förderung zum Teil wieder aufgenommen wurde.

Auf der mexikanische Halbinsel Yucatan sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Der Hurrikan richtete in Yucatan außerdem gewaltige Schäden an Gebäuden und in der Landwirtschaft an. Mexikos Staatspräsident Vicente Fox reiste am Donnerstag zum zweiten Mal nach Yucatan und übergab der Regionalregierung einen ersten Scheck über 182 Millionen Pesos (rund 18,5 Millionen Euro).

"Kyle"

In der Karibik hat sich unterdessen der dritte Wirbelsturm der erst vor zwei Wochen begonnenen Hurrikan-Saison gebildet. Das Frontensystem "Kyle" befand sich Mittwochabend rund 950 Kilometer südlich der Bermuda-Inseln. Der Hurrikan wird nach Einschätzung der Meteorologen nur für die Schifffahrt eine Gefahr darstellen.

Wegen eines weiteren Tropensturms, genannt "Lili", rief in Haiti der Rundfunk die Bevölkerung auf, sich mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser einzudecken. Es wurde erwartet, dass der Sturm heute, Freitag, Kuba erreicht. (AP)

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    Verwüstungen durch Wirbelsturm "Isidore".

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