CIA will El-Kaida-Lager im Iran entdeckt haben

26. September 2002, 11:58
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Iran weist US-Bericht als psychologische Kriegsführung zurück

Washington/Teheran - Der US-Geheimdienst hat einem Fernsehbericht zufolge im Osten von Iran ein mutmaßliches El-Kaida-Ausbildungslager entdeckt. Wie der US-Sender NBC unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtete, waren auf Satellitenbildern Trainingsanlagen an der Grenze zu Afghanistan zu sehen, wie sie Osama bin Laden in Afghanistan genutzt habe. Im Gegensatz zum iranischen Geheimdienst und Militär wisse die iranische Zivilregierung möglicherweise nichts von der Existenz des Lagers. Der US-Geheimdienst CIA wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Der Iran hat am Donnerstag den US-Bericht umgehend zurück gewiesen. Das Außenministerium in Teheran erklärte, es gebe derartige Lager nicht im Iran. Der Bericht diene der psychologischen Kriegsführung und verfolge politische Ziele. Der Iran habe immer Terroristen verfolgt und sei von Beginn an gegen El Kaida und die im vergangenen Jahr gestürzte Taliban-Regierung Afghanistans gewesen. Der US-Sender NBC hatte am Mittwoch unter Berufung auf nicht identifizierte Kreise berichtet, Luftaufnahmen in Iran hätten ein ein mutmaßliches Terroristen-Lager gezeigt.

US-Bericht: iranischer Regierung möglicherweise unwissend

Das Lager befinde sich in einer abgelegenen Gegend im Osten des Landes, berichtete der Sender. Die Luftaufnahmen zeigten einen Schießstand der wie El-Kaida-Trainingslager in Afghanistan aussehe. Die iranische Regierung wisse möglicherweise nichts von dem Lager nahe der Grenze zu Afghanistan. Doch der Nachrichtendienst und der militärische Geheimdienst wüssten sicherlich Bescheid, hieß es in dem Bericht weiter.

US-Präsident George W. Bush hat den Iran gemeinsam mit dem Irak und Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnet. Er wirft den Ländern vor, nach Massenvernichtungswaffen zu streben und Terrorismus zu unterstützen. Alle drei Staaten bestreiten dies. Die USA machen El Kaida und ihren Chef, den Moslemextremisten Osama bin Laden, für die Anschläge des 11. September 2001 verantwortlich, bei denen rund 3.000 Menschen getötet wurden. (APA/Reuters)

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