Carter warnt USA vor Alleingang gegen Irak

26. September 2002, 20:29
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Ex-Präsident bezweifelt, dass Saddam Atomwaffen besitzt

Atlanta - Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter hat die Regierung der USA davor gewarnt, ohne Mandat der Vereinten Nationen (UNO) den Irak anzugreifen. Eine gewaltsame Machtenthebung des irakischen Präsidenten Saddam Hussein würde größere Anstrengungen erfordern als der Golf-Krieg gegen Irak 1991 oder der Krieg in Afghanistan, sagte Carter am Mittwoch in Atlanta. Dies wäre ein tragischer Fehler für die USA und für den Frieden im Nahen Osten, fügte Carter hinzu.

Der demokratische Ex-Präsident warnte davor, dass sich die Lage im Nahen Osten weiter destabilisieren könnte und die USA die Unterstützung von Verbündeten verlieren könnten. Carter sagte, er zweifle daran, dass der Irak über Atomwaffen verfüge. Zugleich rief er die Führung in Bagdad auf, die UNO-Resolutionen zu erfüllen. Carter war von 1977 bis 1981 Präsident der USA. (APA/Reuters)

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