Eröffnung der ersten gemeinsamen Agrarmesse Kubas und der USA

26. September 2002, 06:48
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Gelockertes Handelsembargo unter Druck der US-Agrarlobby, die nicht länger auf den Markt in Kuba verzichten wollten

Havanna - Der Gouverneur des US-Bundesstaates Minnesota, Jesse Ventura, ist am Mittwoch zu einem Besuch in Kuba eingetroffen.

Er wird am Donnerstag in Havanna an der Eröffnung der ersten gemeinsamen Lebensmittel- und Agrarmesse Kubas und der USA teilnehmen. Dort werden bis zum 30. September 288 US-Firmen aus 33 Bundesstaaten ihre Produkte präsentieren. Ventura ist erst der dritte US-Gouverneur, der seit der kubanischen Revolution vor mehr als 40 Jahren die Karibikinsel besucht.

Die gemeinsame Agarmesse wurde möglich, nachdem der US-Kongress Ende 2000 das Handelsembargo gegen Kuba gelockert und Lebens- und Arzneimittelexporte erlaubt hatte. Er reagierte damit auf Wünsche der US-Agrarlobby, die nicht länger zusehen wollte, wie Kuba seinen Nahrungsbedarf mit Importen aus Drittländern deckte. Seit den ersten Lieferungen Ende 2001 konnten die US-Farmer schon für mehr als 115 Millionen Dollar Lebensmittel an Kuba verkaufen.

Die Reise des als unkonventionell geltenden Ventura nach Kuba war von Polemik begleitet. Der Abteilungsleiter für Lateinamerika im US- Außenministerium, Otto Reich, kritisierte, Ventura und seine Delegation dienten dem kubanischen Diktator Fidel Castro bloß als "Requisiten". (APA)

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