Antrag von Versicherungen gegen Sammelklage in USA abgelehnt

26. September 2002, 06:34
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Zürich und Generali wollten Klage von Holocaust-Überlebenden vor europäischen Gerichten behandeln

New York - Ein Bundesrichter in New York hat den Antrag von zwei Versicherungskonzernen abgelehnt, die Sammelklage von Holocaust-Überlebenden abzuweisen. Die Zürich-Versicherungsgruppe und die italienische Assicurazioni Generali Antragsteller wollten erreichen, die Klage vor europäischen Gerichten oder von einer internationalen Kommission behandeln zu lassen.

Bezirksrichter Michael Mukasey befand jedoch am Mittwoch, das Verfahren solle in New York stattfinden, weil dort die meisten Überlebenden und ihre Erben lebten. Vor dem Gericht in Manhattan sind zwölf Sammelklagen gegen europäische Lebensversicherer anhängig. Die Kläger fordern, dass die Versicherer ihren Verträgen nachkommen, die mit Opfern des Massenmords unter deutscher NS-Herrschaft geschlossen worden waren. Für die Kläger begrüßte Rechtsanwalt Melvyn Weiss die Entscheidung von Richter Mukasey.(APA/AP)

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