Arthrose-Behandlung künftig auf neue Art?

25. September 2002, 21:24
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Blutentnahme und Injektion Arthrose-hemmender Gene - darauf entstehende körpereigene Immunstoffe ins Gelenk gespritzt

Berlin - Neue Hoffnung für Arthrose-Kranke: Düsseldorfer Wissenschafter haben eine Behandlungsmethode entwickelt, die dem Gelenkverschleiß beziehungsweise der Gelenkentzündung entgegen wirken soll. Bei einer am Mittwoch auf dem Orthopäden-Kongress in Berlin vorgestellten Therapie wird dem Patienten mit einer speziellen Spritze Blut entnommen. Im Labor werden dann Arthrose-hemmende Gene in die Blutzellen gebracht.

Innerhalb von 24 Stunden entstehen körpereigene Immunstoffe, die dann wiederum direkt in das Gelenk gespritzt werden. Erste Test haben nach Angaben der Wissenschafter um den Orthopäden Peter Wehling schon nach einer zweiwöchigen Behandlung eine Besserung der Beschwerden gebracht.

Die Wirksamkeit der neuen Technik müsse nun aber noch in umfangreicheren Studien bewiesen werden. Sie wäre den Angaben zufolge eine wirkliche Revolution, weil sie die Gelenke wieder aufbauen kann. Die derzeit von Medizinern angewandten konventionellen Methoden bei Arthrose wie Schmerzmittel und Entzündungshemmer linderten dagegen nur die Beschwerden. (APA)

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