Nasdaq Europe erhält Finanzspritze von US-Mutter

25. September 2002, 19:36
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Europaweite Expansion geplant

Frankfurt - Der pan-europäische Börsenbetreiber Nasdaq Europe hat eine Finanzspritze über 20 Mill. Euro von seiner US-Muttergesellschaft Nasdaq Inc. erhalten.

Die Zuschüsse seien zur Finanzierung der Entwicklung des neuen Handelsystems "Supermontage" in Europa nötig geworden, sagte Nasdaq Europe-Chef Michael Sanderson am Mittwoch in Frankfurt. Nasdaq Europe, die zu Beginn 2003 gemeinsam mit deutschen Partnern den Handelsplatz Nasdaq Deutschland starten will, plant nach den Worten Sandersons für die Zukunft auch in anderen Staaten lokale Börsenplätze aufzubauen.

Land für Land

Zur weiteren Strategie von Nasdaq Europe sagte Sanderson: "Wir haben zunächst eine pan-europäische Börse aufgebaut, und jetzt ist Nasdaq Deutschland dran. Ich kann mir vorstellen, dass wir weiter Land für Land vorgehen werden." Auf die Frage, ob in nächster Zukunft etwa auch eine Nasdaq France vorstellbar sei, sagte Sanderson: "Ja, durchaus." Zunächst stehe aber Anfang 2003 der Start der Nasdaq Deutschland an. Ziel sei es, auf der Basis eines Handelssystems einen möglichst großen Liquiditätspool zu schaffen.

Nasdaq Europe war im März 2001 durch Übernahme der wenig erfolgreichen Brüsseler Wachstumswertebörse Easdaq in Konkurrenz zum damals hochgelobten Neuen Markt der Frankfurter Börse gegründet worden. In den vergangenen vier Wochen wurden nach Angaben des Unternehmens rund zwölf Mill. Euro in Aktien an der Börse umgesetzt. Dies entspricht laut Kassamarktstatistik des August dem monatlichen Börsenumsatz des im MDax gelisteten deutschen Automobilzulieferer Beru auf dem elektronischen Handelssystem Xetra. (APA/Reuters)

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