Herzschlag nach dem Tod

26. September 2002, 08:11
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Bestatter in Amstetten bemerkte an einer Leiche Lebenszeichen

Amstetten - Die Mediziner können sich die Sache nicht erklären: Ein 80-jähriger Pensionist aus Amstetten wurde Anfang der Woche leblos in seiner Wohnung aufgefunden und, als eine halbstündige Reanimation erfolglos blieb, für tot erklärt - auf dem Totenbett begann das Herz des Mannes aber wieder zu schlagen. Der in die Wohnung gerufene Leichenbestatter wurde darauf aufmerksam. Am nächsten Tag starb der Mann allerdings tatsächlich.

Es wurde alles richtig gemacht, sind sich die Ärzte sicher. Alle nach dem Vorkommnis konsultierten Mediziner meinten, sie hätten nicht anders als der erfahrene Notarzt gehandelt, der in die Wohnung gerufen worden war und der schließlich Herzstillstand diagnostiziert hatte. Ihm sei nichts vorzuwerfen, befand dessen Vorgesetzter Albert Reiter. Eine Erklärung für das vorübergehende Wiedererwachen des Niederösterreichers fanden sie bisher jedoch nicht. Technisches Versagen der Geräte wird ausgeschlossen.

Routinemäßig wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet: Die Justiz soll klären, ob Fahrlässigkeit im Spiel war. Entscheidende Aufschlüsse erhofft man sich jedoch von der Obduktion. (bri/DER STANDARD, Printausgabe, 26.09.2002)

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