SPD-Familienministerin Christine Bergmann gibt auf

25. September 2002, 18:40
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Auch Bundestagsmandat verloren - Zusammenhang dementiert

Dresden/Berlin - Nach der Neuwahl des Deutschen Bundestags hat am Mittwoch eine zweite SPD-Ministerin ihren Rückzug erklärt. Familienministerin Christine Bergmann sagte der "Sächsischen Zeitung", sie stehe für das Kabinett nicht mehr zur Verfügung.

Bergmann hatte am Sonntag ihren Wahlkreis in Berlin verloren. Ihr Listenplatz reichte nicht als Ersatz. Damit gehört Bergmann dem neuen Bundestag nicht mehr an. In dem Interview dementierte die scheidende Ministerin einen Zusammenhang ihres Rückzugs mit dem Mandats-Verlust. Ihre Entscheidung zum Abtreten sei schon vor einiger Zeit gefallen.

Vor Bergmann hatte am Montag bereits Justizministerin Herta- Däubler-Gmelin ihren Rückzug erklärt. Sie war wegen eines angeblichen Vergleichs des US-Präsidenten George W-Bush mit Hitler massiv in die Kritik geraten. Auch Däubler-Gmelin verlor am Sonntag ihr Direkt- Mandat. Sie zieht aber via Landesliste wieder in den Bundestag ein. (APA/dpa)

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    Christine Bergmann verabschiedet sich aus dem Bundestag

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