USA wollen irakische Opposition militärisch ausbilden

25. September 2002, 17:00
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10.000 Mann sollen sich am Sturm auf Bagdad beteiligen - Proteste aus der Türkei

Washington - Die USA wollen einem Zeitungsbericht zufolge rund 10.000 irakische Oppositionelle militärisch so weit ausbilden, dass sie sich an einem möglichen Angriff auf die Führung in Bagdad beteiligen können. Noch in dieser Woche könnte das Weiße Haus dafür beim Kongress die Freigabe von 92 Millionen Dollar (93,6 Mio. Euro) beantragen, berichtete die "Los Angeles Times" am Mittwoch unter Berufung auf Vertreter der US-Regierung und der irakischen Opposition.

Die Gelder wurden laut "Times" bereits 1998 im "Gesetz zur Befreiung Iraks" bereitgestellt, bisher jedoch noch nicht abgerufen. "Wir sind auf der nächsten Stufe für einen Regimewechsel angelangt", zitierte die Zeitung einen Regierungsvertreter in Washington, der nicht genannt werden wollte.

Die Truppen sollen sich aus allen religiösen und ethnischen Oppositionsgruppen zusammensetzen und beim Kampf gegen den irakischen Präsidenten Saddam Hussein mit den US-Truppen zusammenarbeiten, berichtete das Blatt weiter. Geplant sei es jedoch keinesfalls, sie zur Speerspitze eines Angriffs auf Bagdad zu machen. Laut "Times" stößt der Plan nicht überall auf Zustimmung. Vor allem die Türkei sorge sich, die Kurden könnten in Taktiken trainiert werden, die ihnen später in ihrem Streben nach einem unabhängigen Staat behilflich wären. (APA)

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