Vivendi: Radikale Ausverkäufe sollen Schuldenberg reduzieren

26. September 2002, 16:32
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Chef Fourtou legt sich hohe Latte

Vivendi Universal hat am Donnerstag in Paris anlässlich einer Pressekonferenz radikale Pläne zum Schuldenabbau vorgestellt. Wie die Financial Times berichtet hat, plant Firmenchef Jean-Rene Fourtou in den nächsten anderthalb Jahren Beteiligungen in der Höhe von 12 Mrd. Euro zu verkaufen. Somit versucht das liquiditätsgefährdete Unternehmen den inzwischen 17 Mrd. Euro schweren Schuldenberg bis 2004 auf sechs Mrd. Euro zu reduzieren. Unter den zu verkaufenden Objekten steht untere anderem der italienische Sender Telepiu. Rupert Murdoch soll für den Kauf rund eine Mrd. Euro bieten. Auch alle Beteiligungen der Pay TV-Sparte Canal Plus stehen zum Verkauf. Vivendi soll an dem neuen Verkaufssender nur noch 49 Prozent halten.

Cash

Die Verkäufe der Verlage Houghton Mifflin in den USA und Vivendi Publishing in Frankreich werden dem Unternehmen rund 3,5 Mrd. Euro bringen. Beim französischen Telefonanbieter Cegetel will Fourtou hingegen Verhandlungen wegen einer möglichen Aktienaufstockung in Angriff nehmen. Unklar ist die Zukunft von Vivendi Environnement.

Die Sparmaßnahmen führen auch zu personellen Veränderungen in der Chefetage. Sechs Verwaltungsratsmitglieder traten bei der letzten Sitzung zurück und laut Fourtou werden auch weitere folgen. Nun liegt es am neuen Konzernchef Fourtou das Vertrauen der Aktionäre zurückzugewinnen. (pte)

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