Altautoentsorgung wird für Konsumenten einfacher

25. September 2002, 15:01
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Künftig kann man sein altes Auto bei einer Übernahme- oder Verwertungsstelle kostenlos abgeben - Die Rücknahme ist ab November verpflichtend

Wien - Am 6. November tritt eine Verordnung in Kraft, wonach die kostenlose Rücknahme von Altautos, die nach dem 1. Juli 2002 zugelassen wurden, gesetzlich verankert wird.

Weiters wird bei der Herstellung das Verwenden giftiger Schwermetalle verboten, die das Recycling erschweren und die Umwelt belasten, hieß es am Mittwoch, in einer Aussendung des Umweltministeriums. "Damit ist für die Zukunft eine umwelt- und konsumentengerechte Lösung geschaffen", so Umweltminister Wilhelm Molterer (V).

Kostenlose Rücknahme auch für den Altbestand

Die Rücknahme von Autos laut Umweltministerium ist zur Zeit durch eine freiwillige Vereinbarung zwischen dem Umwelt-, dem Wirtschaftsministerium und der Kfz-Branche geregelt. Beim Kauf eines neuen Wagens wird das Altfahrzeug kostenlos zurück genommen, es gelten Mindestanforderungen bei Lagerung und Behandlung der Schrottwagen. Diese freiwillige Vereinbarung bleibt bis 2006 bestehen, um auch die kostenlose Rücknahme auch für den Altbestand zu garantieren.

Rückgabestellen werden von Herstellern und Importeuren festgelegt

Wer ein Altfahrzeug entsorgen will, kann es künftig bei einer Übernahme- oder Verwertungsstelle kostenlos abgeben, hieß es. Die Rückgabestellen werden von Herstellern und Importeuren festgelegt und auf der Homepage des Umweltministeriums zu finden sein. Die "wilde" Entsorgung in der Natur solle der Vergangenheit angehören.

Mit der neuen Verordnung wird laut Ministerium eine EU-Richtlinie umgesetzt. Ab 2006 sind mindestens 85 Prozent des Gewichts eines Altfahrzeugs zu verwerten, mindestens 80 Prozent einer Benzinkutsche müssen stofflich verwertet oder wiederverwendet werden. Bis 2015 steigen die Verwertungsanteile auf 95 bzw. 85 Prozent.

Cadmium, Quecksilber, Blei und sechswertiges Chrom dürfen ab 1. Juli 2003 bei neu zugelassenen Wagen nicht mehr verwendet werden. Ausnahmen gibt es nur für wenige Bauteile, die noch nicht ersetzbar sind. Durch diese Verordnung soll die Verwertung der ausgedienten Fahrzeuge erleichtert werden, die Menge gefährlicher Abfälle sinke, die Umwelt werde deutlich entlastet, hieß es. Diese "Produzentenverantwortung" trage zum Sinne nachhaltigen "Ökodesigns" bei. (APA)

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