Berlusconi: "Das Regime in Bagdad muss entwaffnet werden"

25. September 2002, 13:45
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Italienischer Regierungschef steht hinter Bush - "Unser Schicksal ist an die USA gebunden"

Rom - Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat am Mittwoch unterstrichen, dass die Entwaffnung des Regimes in Bagdad ein Muss sei. Vor einem militärischen Einsatz sei allerdings eine neue UNO-Resolution notwendig. In einer Rede vor der römischen Abgeordnetenkammer sprach sich Berlusconi für eine "deutliche und dringende Resolution" aus, die den irakischen Präsidenten Saddam Hussein zwinge, auf "Verzögerungen und Tricks zu verzichten".

"Unsere Lebensweise, unser Schicksal als Italiener und Europäer sind an die USA gebunden", sagte Berlusconi. "Unabhängig wie man über die Irak-Krise denkt, kann man die strategischen Sorgen der USA nicht ignorieren. Wenn die Verteidigung der kollektiven Sicherheit auf dem Spiel steht, kann man sich keine Zweideutigkeiten erlauben", sagte Berlusconi. Die "historischen Kosten der Untätigkeit für die Welt" könnten enorm sein.

Laut Berlusconi drohe Saddam Hussein mit chemischen und bakteriologischen Waffen, die "zu dramatischen Ereignissen führen könnten". Er verteidigte den US-Präsidenten George W. Bush gegen Attacken aus Deutschland. Bush sei kein Diktator und könne daher nicht mit Adolf Hitler verglichen werden. (APA)

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    Berlusconi steht bei der Irak-Frage hinter Bush.

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