"Gurkerl-Pest" vernichtete fünf Prozent der Ernte in Oberösterreich

25. September 2002, 20:13
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Virus-Krankheit wurde durch Kürbisse eingeschleppt

Linz - Die so genannte "Gurkerl-Pest" hat heuer rund fünf Prozent der Essig-Gurkerl-Ernte in Oberösterreich vernichtet, wie die Landwirtschaftskammer bestätigte.

Es gebe einzelne auf den Gurkerl-Anbau spezialisierte Landwirte im Bezirk Eferding, die zuerst zwei Drittel der Ernte durch die "Pest" und später den Rest durch das Hochwasser verloren haben und nun um ihre Existenz bangen müssen.

Flecken sind nicht gesundheitsschädlich aber unverkäuflich

Bei der "Gurkerl-Pest" handelt sich um eine Virus-Erkrankung, die vermutlich von Insekten übertragen wird. Sie wurde durch Kürbisse eingeschleppt, die für das auch in Österreich immer mehr verbreitete Halloween-Fest verstärkt angebaut werden. Die befallenen Gurkerl sind zwar nicht nicht gesundheitsschädlich, aber fleckig und unansehnlich und sind damit nicht mehr zu verkaufen. Sie können höchstens noch verfüttert werden.

Suche nach resistenteren Gurkerlsorten

Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich versucht jetzt, neue Gurkerl-Sorten zu finden, die gegen das Virus resistenter sind. Sie werden derzeit getestet, die Ergebnisse sollen bis November vorliegen. Die widerstandsfähigeren Sorten sollen ab dem kommenden Jahr angebaut werden. (APA)

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    ZU sehen sind "Erntehelfer" auf einem so genannten Gurkenflieger.

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