31 Prozent weniger Gehalt für Frauen

25. September 2002, 13:16
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Aktionswoche der GPA-Frauen im Vorfeld der Herbstlohnrunde soll aufrütteln

Wien - Gleiches Geld für gleiche Leistung fordern die GPA-Frauen im Vorfeld der heurigen Herbstlohnrunde, die am kommenden Freitag beginnt. Aktuell verdienen Frauen durchschnittlich um 31 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, so die GPA-Frauen. Der Kollektivvertrag sei ein wichtiges Instrument zur Beseitigung dieser Diskriminierungen und zur Stärkung und Durchsetzung von Gleichstellung im Betrieb.

Öffentliche Aktion

Rund um die beginnenden Kollektivertragsverhandlungen werden die Wiener GPA-Frauen (Gewerkschaft der Privatangestellten) daher im Rahmen einer öffentlichen Aktion, am 28. September in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr, in der Fußgängerzone Meidlinger Hauptstraße auf ihre Forderungen aufmerksam machen.

Die GPA-Frauen fordern im Rahmen der Kollektivvertragspolitik Maßnahmen, die der Schlechterstellung von Frauen in der Einkommensentwicklung effektiv entgegenwirken. Kernpunkte dabei sind etwa das Beseitigen diskriminierender Elemente im Kollektivvertrag (wie z.B. die Rückreihungsmöglichkeit von Teilzeitbeschäftigten), klare Einstufungskriterien, Tätigkeitsbewertungen, umfassende Weiterbildungs- und Frauenförderungsmaßnahmen, ein Mindesteinkommen von 1.100 Euro, das Weiterlaufen der Vorrückung auch während der Karenz oder das Recht auf Teilzeit- und Rückkehr auf Vollzeitbeschäftigung.

Die "Sozialpolitik" des Herrn Frauenministers Herbert Haupt habe in der Frage der Gleichstellung von erwerbstätigen Frauen und Männern leider einen deutlichen Rückschritt gebracht. So seien beispielsweise Budgetmittel für Kinderbetreuungseinrichtungen und Qualifizierung von Wiedereinsteigerinnen dem Sparstift der Regierung zum Opfer gefallen, genauso wie tiefe Einschnitte in Arbeitszeitregelungen gerade Frauen besonders negativ betroffen haben, kritisierte GPA-Frauenvorsitzende Ilse Fetik. (APA)

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