25. September 2002, 12:33
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Aktionswoche der GPA-Frauen im Vorfeld der Kollektivvertrags- verhandlungen startet

Wien - Aktuell verdienen Frauen durchschnittlich um 31 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Die GPA-Frauen sehen im Kollektivvertrag ein wichtiges Instrument zur Beseitigung dieser Diskriminierungen und zur Stärkung und Durchsetzung von Gleichstellung im Betrieb.

Gender-Kriterien im Kollektivvertrag

Die GPA-Frauen fordern im Rahmen der Kollektivvertragspolitik Maßnahmen, die der Schlechterstellung von Frauen in der Einkommensentwicklung effektiv entgegenwirken. Kernpunkte dabei sind etwa das Beseitigen diskriminierender Elemente im Kollektivvertrag (wie z.B. die Rückreihungsmöglichkeit von Teilzeitbeschäftigten), klare Einstufungskriterien, Tätigkeitsbewertungen nach Gender-Kriterien, umfassende Weiterbildungs- und Frauenförderungsmaßnahmen, ein Mindesteinkommen von 1100,- Euro, das Weiterlaufen der Vorrückung auch während der Karenz oder das Recht auf Teilzeit- und Rückkehr auf Vollzeitbeschäftigung.

Mehr Frauen als Entscheidungsträgerinnen

Die GPA-Frauen wiesen in einer Aussendung auf die Wichtigkeit eines ausgewogenen Verhältnisses von Frauen und Männern in den Kollektivvertragsverhandlungsteams der Dienstgeber- und Dienstnehmerseite hin. Nur so könne gewährleistet werden, dass Frauen ihre spezifischen Betroffenheiten und konkreten Lösungsvorschläge auch direkt einbringen und selbst vertreten können. (red)

Die GPA-Frauen tun ihre Forderungen vor den Kollektivertragsverhandlungen öffentlich kund: Am 28. September zwischen 10.00 und 12.00 Uhr, Fußgängerzone Meidlinger Hauptstraße (Ecke Bonygasse)
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