Intensivwahlkampf ab 10. Okober

25. September 2002, 18:25
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Opposition läutet zuerst "heiße Phase" ein - Regierungsparteien ziehen ab 25. Oktober nach

Wien - Die "heiße Phase" vor der Nationalratswahl am 24. November beginnt am Donnerstag, dem 10. Oktober. Auch wenn der politische Alltag schon jetzt ganz im Schatten der bevorstehenden Wahl steht, startet die SPÖ an diesem Tag nämlich in Wien als erste der vier Parlamentsparteien offiziell in den Wahlkampf. Die anderen Parteien gehen es etwas langsamer an. Der Grüne Wahlkampfauftakt findet am 21. Oktober in Graz statt. Die beiden Regierungsparteien starten rund um den Nationalfeiertag in den Intensivwahlkampf. Die FPÖ am 25., die ÖVP am 27. Oktober.

An diesem Wochenende gibt es überhaupt ein dichtes Programm. Die SPÖ hält nämlich auch am Sonntag, dem 27. Oktober, ihren Bundesparteitag im Wiener Austria Center ab, wo das Team rund um SP-Chef Alfred Gusenbauer präsentiert werden soll. Die Wahlkampflinie will Gusenbauer aber bereits zwei Wochen zuvor bei der Wahlkampferöffnung vorgeben - mit einer "programmatischen Rede", wie es hieß.

Die Personalentscheidungen werden bei den Grünen am 12. und 13. Oktober bei einem Bundeskongress getroffen. Nach dem 21. Oktober will man dann mit den "Wahlkampftouren" in den Bundesländern beginnen. Dazwischen soll noch das Wahlprogramm präsentiert werden.

Die Freiheitlichen wollen ihr verlorenes Terrain ab dem 25. Oktober wieder gut machen. Der Ort für den Wahlkampfauftakt steht in der FPÖ aber ebenso wie in der ÖVP noch nicht fest.

Die ersten Wahlplakate wurden jedenfalls bereits vorgestellt. Die Anti-Abfangjäger-Sujets der SPÖ wurden ja praktisch gleichzeitig mit der Neuwahlausrufung präsentiert. Neo-FP-Obmann Mathias Reichhold präsentiert sein Konterfei neben dem Slogan "Sein Handschlag zählt". Die ÖVP präsentiert heute, Mittwoch, ihre Wahlkampagne.

Auf eine eigens geschaffene Wahlkampfzentrale setzt übrigens nur die SPÖ. Sie baut derzeit gerade ihre "Container-Zentrale" zwischen dem Burgtheater und dem Cafe Landtmann auf. Bei den anderen Parteien möchte man indes die vorhandene Infrastruktur in den Bundesgeschäftsstellen nutzen. "Wir haben Büroräumlichkeiten. Wir sehen nicht ein, warum wir eine virtuelle Wahlkampfzelle schaffen sollen", hieß es beispielsweise aus der ÖVP. (APA)

  • Damals war damals, heute ist heute ... und das startet am 10. Oktober in eine noch ungewisse Zukunft.
    foto: der standard/cremer

    Damals war damals, heute ist heute ... und das startet am 10. Oktober in eine noch ungewisse Zukunft.

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