Clinton setzt sich für zur Steinigung verurteilte Frau ein

25. September 2002, 08:02
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Ex-Präsident der USA in Nigeria

Abuja - Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat die nigerianische Regierung um Gnade für eine von der Steinigung bedrohte Muslimin gebeten. Er hoffe, dass das Rechtssystem Wege finden werde, die nach der Geburt einer unehelichen Tochter zum Tode verurteilte Amina Lawal freizusprechen, sagte Clinton am Dienstagabend bei einem Vortrag in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Im Publikum saß auch der Präsident des westafrikanischen Landes, Olusegun Obasanjo.

Clinton erklärte, es handle sich um sein persönliches Plädoyer für die 31-Jährige, das nicht im Auftrag der US-Regierung erfolge. Er verwies darauf, dass schon die Nigerianerin Safiya Husseini wegen ähnlicher Vorwürfe zum Tode verurteilt und dann begnadigt worden sei. Er hoffe, dass sich dies im Fall Lawal wiederholen werde. Der Islam habe eine lange Tradition, die Rechte von Frauen und Kindern zu schützen, betonte der frühere US-Präsident. Clinton startete seinen Appell während eines Vortrags über Demokratisierungsstrategien in Afrika. (APA/AP)

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