Verschollen im Pazifik

24. September 2002, 22:06
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US-Segler nach dreimonatiger Irrfahrt gerettet - 62-Jähriger lebte von Seevögeln und Regenwasser

Los Angeles - Ein 62-jähriger Segler ist nach dreimonatiger Irrfahrt vor der Pazifikküste Costa Ricas von der US-Marine gerettet worden. Nach Medienberichten vom Dienstag war der Amerikaner Richard Van Pham von Long Beach (Kalifornien) aus zu einem Tagestrip aufgebrochen, als ihn ein Sturm überraschte. Segel, Hilfsmotor und Funkgerät wurden zerstört.

Während seiner über 4.000 Kilometer langen Treibfahrt ernährte sich Van Pham durch den Fang von Meerestieren und Seevögeln und trank gesammeltes Regenwasser. Als er in der vergangenen Woche von der Marine entdeckt wurde, war Van Pham gerade dabei, eine Wasserschildkröte auf einem selbst gebauten Grill zu rösten.

"Er ist ein harter alter Vogel. Ich weiß nicht, ob ich das so gut überstanden hätte", sagte der Kapitän des Marineschiffes. Van Pham verlor in den drei Monaten etwa 20 Kilogramm Gewicht und hatte eine stark gegerbte Haut. Sonst war er guter Gesundheit. (APA)

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