EU: IBM darf Beratungsgeschäft von PwC übernehmen

24. September 2002, 19:59
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Big Blue wird mit 180.000 Mitarbeitern zum führenden IT-Dienstleister

Die EU-Kommission hat die Übernahme des Beratungsgeschäfts von PricewaterhouseCoopers (PwC) durch IBM genehmigt. Dies wurde am Dienstag, in einer Aussendung bekanntgegeben. PwC tritt damit sein Beratungsgeschäft an IBM ab, Tätigkeiten wie Rechnungsprüfung oder Unternehmensfinanzierung sollen auch weiterhin von PwC betreut werden. IBM wird durch die Übernahme mit 180.00 Mitarbeitern zum weltweit größten Anbieter von IT-Dienstleistungen. Wie berichtet wurde für den Deal eine Summe von 3,5 Mrd. Dollar vereinbart. Marktmacht

Am 30. Juli 2002 hat IBM die Übernahme des Managementberatungs- und Technologiegeschäfts von PwC bekanntgegeben. Da der Marktanteil von IBM-IT-Dienstleistungen in Europa gering ist, gibt die Brüsseler Wettbewerbsbehörde grünes Licht für die Akquisition. Außerdem wird IBM laut Kommission "nicht in der Lage sein, durch das Bündeln von IT-Paketlösungen mehr Marktmacht zu gewinnen, da es bei keinem dieser Produkte oder Dienstleistungen über eine beherrschende Stellung verfügt".

Druck

Laut IBM ist dies die erste Akquisition unter dem neuen CEO Samuel Palmisano, der am 1. März 2002 die Unternehmensführung übernahm. Er steht unter Druck die Umsätze und den Aktienkurs von IBM zu steigern. Dieser liegt 40 Prozent unter dem Vorjahrsniveau.

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