"Namedropping" und Kompetenzgerangel

24. September 2002, 19:12
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Neue Minister für das Kabinett gesucht

Berlin - "Namedropping" ist derzeit ein beliebtes Spiel in der Berliner Politik. Nachdem klar ist, dass Justizministerin

  • Herta Däubler-Gmelin

    nach ihrem umstrittenen Vergleich von US-Präsident George Bush mit Adolf Hitler dem neuen Kabinett nicht mehr angehört, sind schon Nachfolgerinnen im Gespräch: die Staatssekretärin im Innenministerium,

  • Brigitte Zypries,

    und die Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag,

  • Ute Vogt.

    Zypries hatte sich als Leiterin der Koordinationsstelle zur Bewältigung der Flutkatastrophe einen Namen gemacht, die 38-jährige baden-württembergische Landesparteichefin gilt als SPD-Nachwuchshoffnung.

    Das Justizministerium könnte als viertes Ressort aber auch an die Grünen fallen. Da mit Renate Künast erst eine Frau im Kabinett vertreten ist, müsste aufgrund der Quotenregelung eine weitere grüne Politikerin ins Kabinett berufen werden. Die bisherige Fraktionschefin

  • Kerstin Müller

    wird dafür gehandelt, die wiederum lieber als Nachfolgerin von Ludger Volmer Staatsministerin im Auswärtigen Amt werden möchte.

    Es gilt auch als möglich, dass die durch das Wahlergebnis gestärkten Grünen statt eines vierten Ministeriums mehr Kompetenzen bekommen. Außenminister

  • Joschka Fischer,

    Umweltminister

  • Jürgen Trittin

    und Verbraucherschutzministerin

  • Renate Künast

    dürften bleiben. So könnte Trittin aus dem Wirtschaftsministerium die Zuständigkeit für die ganze Energiepolitik bekommen, Künast Kompetenzen für Gentechnik.

    Als SPD-Fixstarter gelten Innenminister

  • Otto Schily,

    Finanzminister

  • Hans Eichel

    und Entwicklungshilfeministerin

  • Heidemarie Wieczorek-Zeul.

    Verabschieden muss sich wohl Familienministerin

  • Christine Bergmann,

    die von

  • Renate Schmidt

    oder der bisherigen Gesundheitsministerin

  • Ulla Schmidt

    abgelöst werden könnte. Auch Arbeitsminister

  • Walter Riester

    dürfte ausscheiden. Ihm könnte der nordrhein-westfälische Arbeitsminister

  • Harald Schartau

    nachfolgen. Der Chef der gleichnamigen Kommission zur Reform des Arbeitsmarktes, VW-Vorstand

  • Peter Hartz,

    hat angeblich schon abgewunken. (DER STANDARD, Printausgabe, 25.9.2002)

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