"Verborgener" Schatz: Das medizinische Wissen indigener Völker

26. September 2002, 19:30
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Weltkonferenz der Ethnotherapien in München

München - Vom 11. bis 13. Oktober findet an der Münchner Universität die Weltkonferenz für Ethnomedizin statt. An drei Tagen stellen am Vormittag in Vorträgen traditionelle Heiler und Schamanen des World Wide Healer Forums ihre Fertigkeiten und ihr Wissen vor. Wissenschaftler und Forscher von Universitäten aus Australien, Indien, Kolumbien, Nepal, Pakistan, Israel, Afrika, Indonesien, Mexiko, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Deutschland berichten von ihren Untersuchungen und Erkenntnissen.

Am Freitag werden Einstiege in verschiedene Naturtherapien und Schamanismus in Verbindung mit medizinischen Traditionen und der Heilkräuterkunde und Ethnopharmakologie behandelt. Am Samstag gibt es einen Einblick in indigene Systeme Lateinamerikas und vergleichende Konzepte Europas. Am Sonntag werden therapeutische Aspekte der Musik und Musiktherapie behandelt und asiatische Heilpraktiken vorgestellt.

In Workshops an den Nachmittagen gibt es Gelegenheit, traditionelles Heilwissen praktisch zu erfahren und zu üben. Azteken-Medizinmänner (Mexiko), Sufis (Türkei), Schamanen (Kathmandu, Nepal), klassisch indische Tänzer (Dharjeeling) zählen zu den Referenten sowie internationale Wissenschaftler und Therapeuten. Zusätzlich finden eine Ausstellung, Filmvorführungen und eine Posterpräsentation statt. Die Veranstaltung ist nicht profitorientiert. Neben der Konferenz geben einige der Referenten Abendvorstellungen im staatlichen Museum für Völkerkunde München. (pte)

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