Klestil besucht Italien

24. September 2002, 18:24
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UHBP mit großer Entourage unterwegs

Wien - Die bilateralen Beziehungen zwischen Italien und Österreich seien ausgezeichnet, das Südtiroler Autonomie-Paket ein Modell für die Lösung von Krisensituationen in Gebieten mit Minderheiten - noch vor seiner Abreise zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Rom streute Bundespräsident Thomas Klestil der Republik Italien Rosen. Klestils Visite ist der erste Besuch eines österreichischen Staatsoberhauptes seit 1971.

Mit seinem Amtskollegen Carlo Azeglio Ciampi, der Klestil am Dienstagabend mit militärischen Ehren empfing, will der Bundespräsident über die Zukunft Europas, Transitfragen und die Beziehungen zu den benachbarten Balkan-staaten sprechen. Klestil will sich bei Ciampi auch für die Begnadigung von Südtirol-Aktivisten aus den 60er-Jahren bemühen. Donnerstag wird der Bundespräsident in Florenz einen europapolitischen Vortrag halten.

Klestil wird von seiner Frau, Margot Klestil-Löffler, von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (FP), Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (VP), Verteidigungsminister Herbert Scheibner (FP) sowie Infrastrukturminister und neuerdings auch FPÖ-Obmann Mathias Reichhold (FP) begleitet. Weiters gehören der Präsident der Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, und eine Gruppe von Wirtschaftstreibenden der Delegation an.

Die Fachminister werden laut Präsidentschaftskanzlei die Gelegenheit zu Fachgesprächen nützen. Die Vizekanzlerin wird mit Vizepremier Gianfranco Fini von der Alleanza Nazionale zusammentreffen. Auf Bartensteins Programm stehen Gespräche in der italienischen Handelskammer sowie mit Industrieminister Antonio Marzano. Reichhold trifft Verkehrsminister Pietro Lunardi. (DER STANDARD, Printausgabe, 25.9.2002)

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