Bartenstein will Übergabe von Firmen attraktiver machen

24. September 2002, 18:30
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Höherer Steuerfreibetrag bei Schenkungen

Wien - Wirtschaftsminister Martin Bartenstein will Betriebsübernahmen durch Änderungen der Erbschafts- und Schenkungssteuer attraktiver machen. So soll der Steuerfreibetrag bei Betriebsübergaben von 400.000 EURO erhöht werden. Damit soll die Diskriminierung von betrieblichem Risikokapital gegenüber Geldvermögen beseitigt werden.

Auf einen konkreten Betrag wollte sich der Minister nicht festlegen, der Freibetrag solle aber so ausgeweitet werden, dass alle mittelständischen Unternehmer ihren Betrieb steuerfrei an die nächste Generation übergeben können.

"Ein Viertel aller heimischen KMU"

Betroffen von einer solchen Erhöhung wären nach Berechnungen des Institutes für Gewerbe- und Handelsforschung (IfGH) rund 52.000 klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) mit etwa 440.000 Beschäftigten, die bis 2010 zur Übertragung anstehen. "Das ist rund ein Viertel aller heimischen KMU", sagte Bartenstein.

Betriebsübergaben hätten gegenüber Neugründungen mehrere Vorteile. So wären 96 Prozent der übernommenen Unternehmen fünf Jahre nach der Übernahme noch am Markt tätig, während die "Sterbens"-Rate bei Neugründungen bei 25 Prozent liege. Außerdem würde in übernommenen Firmen mehr investiert und mehr Umsatz gemacht. (zwi, DER STANDARD, Printausgabe 25.9.2002)

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