Golf: Weiter Ärger um Augusta - Boykott möglich

24. September 2002, 18:04
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Masters-Ausrichter sperrt sich gegen weibliche Mitglieder

Augusta/Georgia - Golfprofi John Daly schließt einen Boykott des traditionellen Masters in Augusta nicht aus. "Ein Spielerstreik ist nicht unmöglich", erklärte der US-Amerikaner. Ohne Aushängeschild Tiger Woods mache eine Kampagne aber keinen Sinn.

Hintergrund ist die laufende Debatte um die Aufnahme weiblicher Mitglieder in den elitären Augusta National Golf Club, der das Prestige trächtige Major-Turnier im April durchführt. Während Klubpräsident Hootie Johnson die Zulassung von Frauen nicht grundsätzlich ablehnt, wehren sich zahlreiche Hardliner mit aller Macht dagegen.

US-Golferinnen üben Druck auf den Ausrüster ("Nike") von Tiger Woods aus, um den Superstar für ihr Anliegen zu gewinnen. Woods hat als Sohn eines Afroamerikaners und einer Thailänderin in einer von Weißen geprägten Sportart hinreichend Erfahrungen mit Außenseiterrollen gemacht.

Neben Daly haben auch zahlreiche Sponsoren sowie der Fernsehsender CBS ihrer Unzufriedenheit Luft gemacht. Der traditionalistische Elitezirkel zeigte sich davon allerdings wenig beeindruckt und kündigte an, das Turnier im Notfall werbefrei durchzuführen und die Übertragungsrechte an eine Pay-TV-Station zu verkaufen. (APA/SIZ)

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