Justiz ermittelt gegen Xerox wegen Bilanzunregelmäßigkeiten

24. September 2002, 15:15
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Neue Hinweise aufgetaucht

Der US-Drucker- und Kopiergerätehersteller Xerox kommt nicht zur Ruhe. Wie das Unternehmen in der Nacht auf Dienstag in einer Aussendung bestätigte, ermittelt nun die Justiz wegen Bilanzunregelmäßigkeiten. Konkret soll mindestens acht Personen, darunter neben ehemaligen und noch aktiven Xerox-Mitarbeitern auch KPMG-Prüfern, ein Zivilprozess drohen. Laut Berichten des "Wall Street Journals" (WSJ) habe der ehemalige Xerox-Finanzassistent und "Aufdecker" James Bingham neue Hinweise vorgelegt. Das FBI und die Staatsanwaltschaft in Bridgeport, Connecticut, haben diesen bereits befragt.

Ohne Schuldeingeständnis

Der Konzern hatte im Juni 2002 seinen Vorsteuergewinn für die Jahre 1997 bis 2001 um 36 Prozent auf 1,4 Mrd.Dollar nach unten korrigieren müssen, der Umsatz soll in der Zeit um insgesamt 6,4 Mrd. Dollar zu hoch angegeben worden sein. Nach einem Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC hatte das Unternehmen ohne ein Schuldeingeständnis eine Rekordstrafe von zehn Mio. Dollar gezahlt und sah die Angelegenheit als erledigt an. Auch die Entlassung von Bingham, der die unsauberen Bilanzierungspraktiken in dem Konzern kritisiert hatte, sei Gegenstand der FBI-Untersuchungen. Ohne Bingham wäre das wahre Ausmaß des Skandals nicht aufgedeckt worden, so ein FBI-Mitarbeiter gegenüber dem WSJ. In der Zeit von 1997 bis 2000 soll das Xerox-Management auf Grundlage falscher Zahlen über fünf Mio. Dollar Prämien und über 30 Mio. Dollar mit Aktienverkäufen eingestrichen haben. (pte)

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