Die Tage für SysAdmins sind gezählt

25. September 2002, 08:45
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Dank Suns "Über"-Betriebssystem "N1" könnte beinahe ein ganzer Berufsstand obsolet werden

Der Software-Konzern Sun präsentierte auf der Sun Networks 2002 in San Francisco seine neuesten Innovationen. Darunter sein neues "Über"-Betriebssystem "N1" - in der amerikanischen Presse auch als "Nerd-reduction Programme" bekannt. "N1" soll nämlich den administrativen Aufwand der Unternehmen für die Betreuung von Servern und Web Services minimieren und würde somit den Einsatz von System-Administratoren weitgehend unnötig machen.

"Virtualisation"

Das Konzept hinter "N1" nennt sich "Virtualisation" und meint die Schaffung von einzelnen "Einheiten" - etwa Rechner- und Speicherkapazität der eingesetzten Hard- und Software - die dann je nach Unternehmenswunsch eingesetzt und verändert werden kann. Die bisherigen Aufgabengebiete der System-Administratoren würden dann automatisiert ablaufen. Laut Sun soll "N1" in der Lage sein, dass System aufzusetzen, zu managen und zu warten. Eine starke Zentralisierung führt dazu, dass sämtliche "N1"-Komponenten von einem einzigen großen Service Center betruet werden könnten und ein Unternehmen keine zusätzlichen Administratoren benötigen würde.

Die Konkurrenz

Doch nicht nur Sun nagt am Sessel der SysAdmins. Auch IBM mit seinem eLiza-Projekt, HP mit seinen angekündigten "Utility Data Centres", die mehr als 50.000 Server umfassen sollen und Microsoft arbeiten an so genannter "Virtualisation Software".(red)

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