"Keine weitere Skandal-Welle"

25. September 2002, 11:39
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US-Finanzminister O'Neill ist zuversichtlich, dass bei Unternehmensskandalen das Schlimmste vorbei ist

Lexington - US-Finanzminister Paul O'Neill erwartet keine weitere Welle von Unternehmensskandalen in den USA. "Ich bin zuversichtlich, dass das Schlimmste der Unternehmensskandale hinter uns liegt", sagte der Minister am Montag vor der Handelskammer von Lexington (Kentucky). Er könne sich nicht vorstellen, dass irgendein noch amtierender Unternehmenschef so dumm sei, die Bücher seines Unternehmens zu testieren, wenn diese nicht in Ordnung seien.

Viele Firmenchefs hatten auf Forderung der US-Börsenaufsicht SEC bis zum 14. August die Richtigkeit der Zahlenwerke ihrer Unternehmen mit ihrer Unterschrift bestätigt. Dabei hatten nur wenige Firmen Probleme, den Termin einzuhalten.

Aktienmärkte belastet

In den USA hatten Unternehmensskandale wie die Zusammenbrüche des Energiehändlers Enron und des Telekomkonzerns Worldcom über Monate die US-Aktienmärkte belastet.

Die konjunkturelle Entwicklung in den USA beurteilte O'Neill weiterhin positiv. Er glaube nach wie vor, dass das US-Bruttoinlandsprodukt als umfassendstes Maß für die wirtschaftliche Leistung der Volkswirtschaft bis zum Jahresende eine annualisierte Wachstumsrate von 3,0 bis 3,5 Prozent erreichen werde. Das Wachstum im dritten Quartal könnte sogar noch besser ausfallen, sagte er. Im ersten Quartal war die US-Wirtschaft mit einer Rate von 5,0 Prozent um im zweiten Quartal von 1,1 Prozent gewachsen. (APA/Reuters)

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    Kann sich nicht vorstellen, dass irgendein noch amtierender Unternehmenschef so dumm sei, die Bücher seines Unternehmens zu testieren, wenn diese nicht in Ordnung seien: US-Finanzminister Paul O'Neill.

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