Mutter ließ zweijährigen Sohn verdursten

24. September 2002, 14:12
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Leiche wurde mumifiziert gefunden - Prozess in Berlin

Wegen Mordes an ihrem zweijährigen Sohn muss sich eine 22 Jahre alte Frau in Berlin vor Gericht verantworten. Die Polizei hatte das Kind am 5. Jänner mumifiziert und zusammengekauert in einer völlig verwahrlosten Wohnung im Stadtteil Wilmersdorf gefunden. Es war am 27. November 2001 gestorben. Angeblich hatte die aus Russland stammende Frau ihren Buben verdursten lassen.

Bub hatte dem Papa zu ähnlich gesehen

Tagelang soll die Angeklagte laut Staatsanwaltschaft ihrem Sohn nichts zu essen und zu trinken gegeben haben. Den Ermittlungen zufolge musste der Bub sterben, weil er dem leiblichen Vater ähnlich gesehen habe. Vor der Polizei soll die Angeklagte ihren neuen Freund als Grund für die Vernachlässigung des kleinen Sohnes genannt haben. Im November 2001 war sie zu dem Mann gezogen.

Nachbarn hatten die Polizei alarmiert, nachdem sich im Haus starker Verwesungsgeruch bemerkbar gemacht hatte. Die im Jahr 2000 wegen eines Drogendeliktes zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Frau war längere Zeit von Ämtern betreut worden. Die Hilfe wurde schließlich eingestellt, nachdem die Frau als stabil galt. (APA/dpa)

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