Gehrer will Religion weiter als Pflichtfach

24. September 2002, 15:17
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Ethikunterricht könne nur "Ersatz und Ergänzung" sein - Damit "erfährt der junge Mensch ein modernes Heimatgefühl"

Wien - Für die Beibehaltung des konfessionellen Religionsunterrichts als Pflichtfach spricht sich Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) laut Kathpress in der jüngsten Ausgabe des Wiener Katholikenmagazins "dialog" aus. Der moderne Religionsunterricht habe eine "ganz wichtige Aufgabe", wie kein anderes Schulfach frage er nach dem Sinn des menschlichen Seins, betont Gehrer. Ethikunterricht könne hingegen nur "Ersatz und Ergänzung" für jene sein, die keiner Religionsgemeinschaft angehören oder sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben.

Das Fach "Religion" helfe den Schülern, sich bewusster für den Glauben zu entscheiden und damit der Gefahr religiöser Gleichgültigkeit zu entgehen, so Gehrer. Die Antworten des Religionsunterrichts gäben Orientierung, aus ihnen würden Modelle und Motive für ein gläubiges und zugleich humanes Leben erwachsen. Außerdem würden die Schüler zu persönlichen Entscheidungen in der Auseinandersetzung mit Konfessionen und Religionen, mit Weltanschauungen und Ideologien befähigt und das Verständnis und die Toleranz gegenüber anders Denkenden gefördert.

Darüber hinaus leiste der Religionsunterricht eine "wichtige Einführung in unsere Kultur", die wesentlich vom Christentum geprägt sei, meint die Ministerin: "Mit dem Religionsunterricht, mit dem Aufwachsen in einer von Werthaltungen geprägten Gemeinschaft erfährt der junge Mensch ein modernes Heimatgefühl, das für seine Entwicklung von besonderer Bedeutung ist." (APA)

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    Elisabeth Gehrer: "Der Religionsunterricht ist eine wichtige Einführung in unsere Kultur"

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