Puma-Population Floridas steigt konstant

24. September 2002, 11:32
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Heuer schon dreißig Tiere geboren - möglicherweise zu viele

Fort Myers - Die Population der (bislang zumindest) vom Aussterben bedrohten Pumas in Florida hat sich in letzter Zeit deutlich erhöht. Wie Naturschützer am Montag mitteilten, wurden in diesem Jahr 30 dieser Raubkatzen geboren. Am vergangenen Jahr waren es 23, im Jahr 2000 nur sieben. Die Jungen verteilen sich den Angaben zufolge auf 13 Muttertiere. Insgesamt wird die Pumapopulation in Florida nunmehr auf 70 bis 100 geschätzt. Vor zwei Jahrzehnten gab es nur etwa 30 in der Wildnis lebende Exemplare.

Die Tierschützer wiesen darauf hin, dass eine weitere Vermehrung Probleme mit sich bringen könnte. Während die weiblichen Jungtiere in der Regel bei Mutter und Schwestern verblieben, brauchten die männlichen Pumas ein Territorium von etwa 400 Quadratkilometern, um sich frei entfalten zu können. Da eine solche Fläche in Florida kaum zur Verfügung stehe, komme es immer wieder zu Kämpfen zwischen den Raubkatzen, so dass viele männliche Jungtiere nur eine geringe Überlebenschance hätten.

Den Wildschützern zufolge ist es wichtig, die derzeitige Pumapopulation zu erhalten. Eine weitere Vermehrung sei nicht wünschenswert. Ein Team will nun versuchen, neue Lebensräume für die Pumas aus Florida zu erschließen, etwa in Arkansas oder South Carolina. (APA/AP)

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