EU-Energiekommissarin sieht Wachstum durch Ölpreisanstieg bedroht

24. September 2002, 10:36
posten

Internationaler Dialog mit Ölproduzenten soll verstärkt werden

Osaka/Brüssel - EU-Energiekommissarin Loyola de Palacio hat in Japan vor einer Gefährdung des globalen Wirtschaftswachstums durch erhöhte Ölpreise gewarnt. Basierend auf der Nachfrage und den verfügbaren Ressourcen schätze die Europäische Kommission den eigentlichen Weltmarktpreis für Öl auf 20 Dollar/Barrel, sagte de Palacio laut Redetext auf dem Internationalen Energieforum (IEF) in Osaka.

Der derzeitige Ölpreis - zuletzt wieder mehr als 29 Dollar je Barrel - sei teilweise auf die Gefahren durch die geopolitische Lage zurückzuführen. "Die steigenden Energiepreise könnten die wirtschaftliche Erholung in den Konsumentenländern gefährden", so die Energiekommissarin.

Dialog verstärken

Daher müsse die Kooperation auf internationaler Ebene auch im Dialog mit den Ölproduzenten verstärkt werden, um die gemeinsamen Ziele "Versorgungssicherheit, Transparenz und Stabilität" zu erreichen. Die EU habe ihre Zusammenarbeit im Energiebereich mit Russland, Norwegen und Algerien bereits erweitert und strebe jetzt intensivere Beziehungen mit dem Golfkooperationsrat an, sagte de Palacio.

Als Beispiel für einen erfolgreichen Dialog zwischen Ölproduzenten und -konsumenten nannte sie das Joint Oil Data Exercise, ein weltweites Netzwerk von Statistikern u.a. aus Eurostat, OPEC und IEA, das kurzfristige Öldaten herausgebe. (APA)

Share if you care.