Brasilianische Währung fällt auf Rekordtief

24. September 2002, 14:08
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Verknappung der Dollarreserven - Skepsis gegenüber linkem Präsidentschafts - Kandidaten

Sao Paulo - Die brasilianische Währung ist am Montag auf ihren tiefsten Stand gefallen. Analysten führten dies zum einen auf eine Verknappung der Dollarreserven zurück, zum anderen auf Befürchtungen der Wirtschaft, dass ein linksgerichteter Kandidat die Präsidentschaftswahl am 6. Oktober gewinnen könnte.

Der Real sackte am Montag um 17 Centavo auf einen Stand von 3,57 Real pro US-Dollar ab - der niedrigste Wert seit der Einführung der Währung im Jahre 1994. Seit dem 11. September ist der Real damit um 47 Centavo oder 13,2 Prozent gefallen. Zugleich ging der Börsenindex Ibovespa in Sao Paulo um 3,35 Prozent zurück.

Beobachtern zufolge reagierten die Märkte damit auf Berichte vom Sonntag, wonach der Präsidentschaftskandidat Luiz Inacio Lula da Silva von der sozialistischen Arbeiterpartei in der Wählergunst klar in Führung liegt. Er erreichte in den jüngsten Umfragen 44 Prozent, während der Regierungskandidat Jose Serra nur auf 19 Prozent kam. Die Wirtschaft befürchtet, dass ein Wahlsieg Lulas ausländische Investoren in Brasilien abschrecken könnte. (APA/AP)

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