Fischer: Wahl ist Volksabstimmung über Blau-Schwarz

23. September 2002, 21:09
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SPÖ-Vize: Wir machen nicht dieselben Fehler wie VP-FP

Wien - Die vorgezogenen Nationalratswahlen im November sind für den stellvertretenden SPÖ-Vorsitzenden Heinz Fischer eine "Volksabstimmung über die blau-schwarze Koalition". Die SPÖ müsse jene Wähler zurück gewinnen, die diese Koalition "so nicht gewollt" haben. Die Sozialdemokraten hätten den Enttäuschten klare Alternativen anzubieten, einen besseren Kurs sowie zwei Versprechen: "Auch wir können keine Wunder bewirken, aber solche Fehler (wie Blau-Schwarz) würden wir nicht machen", so Fischer in der "Presse" (Dienstag-Ausgabe).

Die letzten drei Monate seien eine "ganz wichtige Periode für die Innenpolitik" gewesen. "Es wurden vielen die Augen geöffnet". Dabei habe man sehen können, wie der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) mit Freund und Feind, mit der Wahrheit, mit Versprechungen und Sachverhalten umspringe. Er sei unendlich erleichtert, dass "diese Art des politischen Agierens sich selbst ad absurdum geführt hat". Der ehemaligen FPÖ-Chefin Susanne Riess-Passer und dem früheren Klubobmann Peter Westenthaler habe "gedämmert, dass sie ein Idol hatten, das es nicht verdient, ein Idol zu sein", so Fischer. Er sei "glücklich" über die Art und Weise, wie die FPÖ selbst den "Beweis" des Scheiterns der Politik a la Jörg Haider erbracht habe. (APA)

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